Das große wandelnde Blatt (Phyllium giganteum) erreicht eine Größe von 80 - 120 Millimeter.

Das große wandelnde Blatt (Phyllium giganteum) erreicht eine Größe von 80 - 120 Millimeter.

Eine Unterfamilie innerhalb der Ordnung der Gespenstschrecken bilden die “Wandelnden Blätter” (Phylliinae).

Sie sind wahre Meister der Tarnung. Um in der Umwelt nicht von Fressfeinden entdeckt zu werden, haben sich die “Wandelnden Blätter” in Gestalt, Farbe und Haltung dem Blätterwerk ihres Lebensraumes angepasst.

Das “Große Wandelnde Blatt” (Phyllium giganteum) ist die größte Art der wandelnden Blätter.

Phyllium giganteum ist in den Cameron Highlands auf Malaysia beheimatet und kommt dort endemisch vor, also nur dort.

Männchen von Phyllium giganteum sind nur sehr selten zu finden. Deshalb erfolgt die Fortpflanzung hauptsächlich durch Parthenogenese (Jungfernzeugung).

Die Körperform des “Großen wandelnen Blatt” erinnert etwas an Eichenblätter. Die Grundfarbe reicht von unterschiedlichen Grüntönen zu gelblich oder leicht bräunlich.

Hat sich das große "Wandelnde Blatt" erst einmal an eine Pflanze geheftet, ist es erst auf den zweiten Blick zu entdecken.

Hat sich das große "Wandelnde Blatt" erst einmal an eine Pflanze geheftet, ist es erst auf den zweiten Blick zu entdecken.

Auf dem Speiseplan der deutschen Nachzuchten stehen frisches Eichenlaub und vor allem Brombeerblätter.

Auf dem Speiseplan der deutschen Nachzuchten stehen frisches Eichenlaub und vor allem Brombeerblätter.

Das “Große Wandelnde Blatt” ist ein reiner Vegetarier und legt ein ruhiges und friedliches Verhalten an den Tag. Es lässt sich in Gefangenschaft optimal mit Brombeerblättern ernähren.

Bei der Abwehr von Feinden verlassen sich die Tiere voll auf ihre Tarnung. Deshalb ist eine Vergesellschaftung mit carnivoren Tieren nicht ratsam.

Im Terrarium sollte eine Mindesttemperatur von 22°C und die Luftfeuchtigkeit zwischen 70-80% eingehalten werden.

Im Terrarium sollte eine Mindesttemperatur von 22°C und die Luftfeuchtigkeit zwischen 70-80% eingehalten werden.

Nach der Imaginalhäutung ist das Weibchen adult und beginnt nach ca. 4 Wochen mit der Eiablage.

Nach der Imaginalhäutung ist das Weibchen adult und beginnt nach ca. 4 Wochen mit der Eiablage.

Phyllium giganteum entwickelt keine sozialen Bindungen. Es wird auch keine Brutpflege betrieben.

Das Weibchen wirft die Eier einfach auf den Boden. Die weitere Entwicklung der zukünftigen Nachkommenschaft wird dem Schicksal überlassen.

Die Eier von Phyllium giganteum sind mit 8,5 mm Länge und 4 mm Breite die größten und schwersten der wandelnden Blätter.

Die Eier von Phyllium giganteum sind mit 8,5 mm Länge und 4 mm Breite die größten und schwersten der wandelnden Blätter.

Das Weibchen legt 1- 3 Eier die Woche. Sie werden einfach auf den Boden fallen gelassen. So werden 100- 175 Eier je Weibchen abgelegt.

Das Weibchen legt 1- 3 Eier die Woche. Sie werden einfach auf den Boden fallen gelassen. So werden 100- 175 Eier je Weibchen abgelegt.

Die Larven (Nymphen) schlüpfen nach 5-7 Monaten. Sie sind auffällig rot, rotbraun oder schwarzbraun, oft mit weißen Flecken. Erst nach einigen Tagen färbt sich der Körper grünlich.

Die Entwicklung der Nymphen von Phyllium giganteum zum adulten Tier dauert im Durchschnitt weitere 8 Monate. Die Lebenserwartung eines adulten Weibchens beträgt ca. 10 Monate.