Immer beliebter, gerade für Anfänger – Schnecken im Terrarium
Gern werden Schnecken als anspruchslos und pflegeleicht für den Terraristikeinsteiger empfohlen.
Aber ganz so einfach sollte es man sich dann doch nicht machen.
Bevor man sich zu einem Erwerb von Schnecken entschließt, muss man sich über deren Ansprüche informieren.
Vor allem muss man den zukünftigen Lebensraum der Schnecken mit den eigenen optischen Ansprüchen angleichen.
Schnecken neigen dazu, jegliches Grün zu vertilgen. Es gibt nur wenige Pflanzen die ihrem Geschmack nicht sonderlich entsprechen.
Auch sollte die Haltung mit dem eigenen Geldbeutel übereinstimmen.
Harte Dekorationsgegenstände (z.B. Steine) haben in einem Schneckenterrarium nichts zu suchen. Manche Schneckenarten lassen sich bei ihren Klettertouren einfach ´mal fallen.
Bei solch einer Aktion mit einem harten Aufprall, kann schnell ein Schneckenhaus zu Bruch gehen.

Gut geeignet ist ein ausrangiertes Aquarium. Es kostet fast nichts und bietet gute Einrichtungsmöglichkeiten.
Selbst angelegter Rasen in einem Schneckenterrarium wird gnadenlose abgeweidet. Er lässt sich auch nicht gut sauber halten.
Bei Bodengrund für Terrarientiere (z.B. für Reptilien) kann man den Vorteil nutzen, dass er auch gleichzeitig ein Wasserspeicher ist. So hält das Terrarium die notwengige Feuchtigkeit.

Efeu scheint bei vielen Schneckenarten nicht auf dem Speiseplan zu stehen. Auch Moose treffen nicht ihre Geschmacksrichtung.
Wenn das Nahrungsangebot abwechslungsreich ist, werden sich die Schnecken nicht an dieser Deko vergreifen.
Bei Verwendung des Bodengrunds aus dem Fachhandel empfiehlt es sich, Brombeerblätter (gibt es fast das ganze Jahr über) ins Terrarium zu legen. Diese sollte man aber alle zwei Tage austauschen.
Es sieht gut aus und die Schnecken können sich darunter verstecken.

Das Futter gehört in einen extra Napf. Das erleichtert das tägliche Austauschen. Auch ein kleiner Wasserbehälter sollte angeboten werden.

Beide Behälter müssen aus Kunstoff sein. Bitte keine Steintöpfe verwenden. Wasserbehälter nur leicht füllen. Achtung, sonst Ertrinkungsgefahr.

Ganz wichtig: Schnecken brauchen Kalk für ihr Gehäuse. Es sollten immer 1- 2 Sepia-Schalen (Fachhandel) zur Verfügung stehen.

Die Beleuchtung des Aquariums muss wegen Verbrennungsgefahr aus bleiben. Als Stellplatz sollte man einen hellen Ort wählen.
Die meisten Aquarienabdeckungen haben kleine Schlitze für die Luftzirkulation. Sollten diese nicht vorhanden sein, muss für eine Luftzufuhr gesorgt werden.
Bei größeren Aquarien reicht es schon, wenn 2 x täglich gelüftet wird, so dass sich das Aquarium mit Frischluft füllen kann.

Haben sie erst einmal die Nahrung gewittert, können Schnecken ganz schön schnell werden. Sie sind scheinbar immer hungrig.

Das Nahrungsangebot muss täglich gewechselt werden, damit sich kein schädliches Ungeziefer (Fruchtfliegen) ansiedeln kann.
Wer diese Grundregeln beachtet, hat an seinen Schnecken viel Freude und einen schönen Blickfang im heimischen Wohnraum.
Schnecken sind stille Mitbewohner die bei artgerechter Haltung interessante Mitbewohner sind.
Diese Einrichtung des Schneckenterrariums ist nur ein Vorschlag. Wichtig ist, sich am natürlichen Habitat der unterschiedlichen Schneckenarten zu orientieren.




