VIDEO: Die Pantherschildkröte, Stigmochelys pardalis – Auch Lieben will gelernt sein
Das schwarz-gelbe Muster auf ihrem Panzer lässt an das Fell von Leoparden oder Panther erinnern – daher hat sie ihren Namen.
Die Pantherschildkröte (Stigmochelys pardalis) ist eine tropische Landschildkröte und gehört zu den wechselwarmen Reptilien.
Sie besiedelt weite Teile des südlichen und östlichen Afrika. Vor allem in den heißen und trockenen Steppenlandschaften ist Stigmochelys pardalis anzutreffen. Aber auch in den Feuchtsavannen Afrikas ist sie beheimatet.
Im Bezug auf ihren Lebensraum (mit Ausnahme von dichten Waldgebieten) sind Pantherschildkröten nicht wählerisch. Sie sind verhältnismäßig ortstreu, bilden aber keine Reviere.
Mit einer Panzergröße von über 50 cm und mehr als 30 kg Körpergewicht ist die Pantherschildkröte eine imposante Erscheinung.
Auch wenn Stigmochelys pardalis einen etwas trägen, langsamen Eindruck vermittelt, kann diese Schildkröte ein rasantes Tempo einlegen. Hauptsächlich wenn es sich um eine schmackhafte Mahlzeit oder ein kleines Schäferstündchen handelt.

Mit zunehmenden Alter verblasst die kontrastreiche Zeichnung. Alte Tiere erscheinen dann nahezu einfarbig dunkel.
Die Geschlechtsmerkmale der Pantherschildkröte sind nur mäßig ausgeprägt. Die Männchen haben an der Wurzel einen etwas dickere Schwanz und ihr Bauchpanzer ist etwas nach innen gewölbt.
Die Weibchen haben besonders kräftige Krallen an den Hinterbeinen. Sie werden für das Ausheben der Nistgruben gebraucht.
Stigmochelys pardalis betreibt keine Brutpflege. Die Bebrütung ihrer Gelege überlassen sie der Sonne.

Pantherschildkröten haben einen sparsamen Wasserhaushalt und können größere Mengen Wasser in ihrem Körper speichern.
Zur Paarungszeit werden die männlichen Pantherschildkröten ihren Geschlechtgenossen gegenüber agressiv. Sie vertreiben Konkurrenten, indem sie sie mit dem Panzer rammt.
Auch das erkorene Weibchen wird durch Rammen und Beissen zum Stehenbleiben und Einziehen des Kopfes und der Beine genötigt. Dann kann das Männchen aufreiten.
Dabei werden rhythmische hustenartige Keuchlaute ausgestoßen. Es sind die einzigen Lautäußerungen dieser Tiere.
Nach 22-31 Tagen hebt das Weibchen der Pantherschildkröte 3-6 flaschenförmige Gruben aus. Darin werden 5-18 hartschalige, runde bis leicht ellipsoide Eier gelegt. Nach einer Brutzeit von bis zu einem Jahr erblicken die kleinen Schlüpflinge in einer Größe von ca. 5 cm das Licht der Welt.
Gelege und Jungtiere sind einem ernormen Druck durch Fressfeinde ausgesetzt. Nicht nur der Mensch, auch Warane und viele unterschiedliche Kleinsäuger betätigen sich als Nesträuber.
Neben Löwen und Hyänen ist der Mensch der größte Fressfeind der ausgewachsenen Pantherschildkröten. Das Fleisch wird zum Verzehr, bzw. alle Körperteile der Pantherschildkröte zur Herstellung verschiedener Naturheilmittel eingesetzt.
Darüber hinaus spielt das Absammeln für den internationalen Heimtierbedarf nach wie vor eine große Rolle. Verschiedene Zolldienststellen beschlagnahmen teilweise beträchtliche Mengen an geschmuggelten Stigmochelys pardalis, häufig tot oder in einem erbärmlichen Zustand.
Der legale Erwerb ist in Deutschland den zuständigen Behörden mit Nachweis zu melden. Auch Nachzuchten, Abgabe, Ortswechsel und Tod der Tiere müssen gemeldet werden.



