VIDEO: Die Spornschildkröte (Geochelone sulcata) – ein Riese mit Antriebsschwäche
Die Spornschildkröte (Geochelone sulcata) ist in der Fachwelt ein Zankapfel.
Gehört sie wirklich zu den Geochelone-Arten oder sollte sie eine eigene Gattung “Centrochelys” bilden?
Fakt ist: Sie ist eine interessante und imposante Erscheinung.
Sie besiedelt ein trockenes Verbreitungsgebiet mit spärlicher Vegetation im nördlichen Zentralafrika, der sogenannten Sahelzone.
Die männliche Spornschildkröte erreicht eine Rückenpanzerlänge von ungefähr 80 cm sowie ein Gewicht von ca. 80 Kg.
Die weiblichen Tiere sind etwas kleiner. Mit einer Panzergröße von 60 – 70 cm und einem Gewicht von 45 – 60 sind es aber auch keine leichten Mädels.
Die Spornschildkröte (Geochelone sulcata) erhielt ihren Namen wegen zweier auffälliger Sporen an den Hinterschenkeln.
Die karge Vegetation der Sahelzone hat dazu geführt, das sie ein extrem guter Energieverwerter ist.

Ein karger und vegetationsarmer Landstreifen im nördlichen Zentralafrika ist Heimat der Sporenschildkröte.

Ein ganz schöner Brocken. Die Spornschildkröte ist nach den Galapagos- und Seychellen-Schildkröten die drittgrößte Riesenschildkröte der Welt.
Wer diese ruhigen Riesen pflegen möchte, muss das Tierschutzgesetz beachten. Die Größe des Terrarium muss im Längenmaß mit der Größe des Tieres mal 8 berechnet werden. Die Breite des Terrarium muss mal 4 mit der Größe des Tieres genommen werden. Außerdem ist ein Herkunftszertifikat erforderlich.

Wer die Spornschildkröte (Geochelone sulcata) pflegt, muss darauf achten, das sie nicht "verfettet". Sie ist ein guter Energieverwerter.

Die Spornschildkröte lässt es sich schmecken. Eine zu üppige Vegetation schlägt auf die Hüften. Hier ist die richtige Menge entscheidend.
Geochelone sulcata ernährt sich überwiegend vegetarisch. Darüber hinaus erbeutet sie in ihrer Heimat Insekten und vertilgt dort auch Knochen und Aas von Säugetieren.
Im natürlichen Lebensraum, der trockenen Sahelzone, steht der Spornschildkröte nur selten Wasser zur Verfügung. Sie geht damit sehr sparsam um und scheidet nur äußerst geringe Mengen Urin aus.
Weniger Urin, als die wesentlich kleinere europäische Landschildkröte.


