Pechschwarzes “Regenmännchen” erspäht – der seltene Alpensalamander (Salamandra atra)

Ein sehr seltener Anblick. Der Alpensalamander (Salamandra atra) ist im Volksmund auch als pechschwarzes "Regenmännchen" bekannt.
Mit freundlicher Genehmigung von “Aqua-Szene.de”.
Auf der Suche nach Abenteuern und Naturerlebnissen kann das geübte Auge vielerlei Seltenes aus Flora und Fauna im eigenen Land entdecken.
In diesem Fall ist es das pechschwarze “Regenmännchen“. Kess platziert es sich auf einen Wanderweg nahe Garmisch-Partenkirchen in Oberbayern.
Der Alpensalamander (Salamandra atra) ist eine von nur zwei Amphibienarten Europas, die sich vom offenen Wasser völlig gelöst haben.
Er ist ein eigentümlicher und von der Norm abweichender Lurch.
Die übermäßige Beweidung der Alpenwiesen schränken seinen natürlichen Lebensraum erheblich ein. Lokal beeinträchtigt zusätzlich der Verkehrstot die Population.
Der Alpensalamander verbringt den Großteil seines Lebens versteckt im Untergrund. Nur bei Gewitterregen, Wind oder trockener Witterung verlassen diese seltenen Amphibien in der Morgen- oder Abenddämmerung ihren Unterschlupf. Das adulte Männchen wird ca. 9 – 13 cm lang, während das Weibchen eine Länge bis 15 cm erreicht.

Alpensalamander bevorzugen unbewirtschaftete feuchte Laub- und Mischwälder in höheren Lagen. Totholz bietet ihnen geeigneten Unterschlupf.

Auch auf feuchten Almwiesen findet das pechschwarze "Regenmännchen" in kleinen Erdspalten und unter Steinen einen Lebensraum.
Die Paarung des Alpensalamanders findet an Land statt. Das Männchen kriecht unter das Weibchen, ähnlich wie beim Feuersalamander. Dann wird das Weibchen mit den Vorderbeinen umschlungen und festgehalten.
Nun setzt das Männchen ein Samenpaket auf den Boden ab, schiebt seinen Hinterleib so zur Seite, dass die Kloake des Weibchens darauf zu liegen kommt.
Der Samen gelangt auf diesem Weg in einen speziellen Samenbehälter des Weibchens. Von den ca. 50 produzierten Eiern des Weibchens werden in den meisten Fällen nur 2 befruchtet.

Die übermäßige Beweidung der Alpenwiesen schränken den Lebensraum der Alpensalamander stark ein. Unbewirtschaftete Wiesen haben Seltenheitswert.

Durch extrem lange Tragzeit, Verkehrstot und Beschränkungen der Lebensräume werden die Tiere ein immer seltener Anblick im Alpenraum.
Die gesamte Embryonal- und Larvenentwicklung findet im Mutterleib statt. Nach einer extrem langen Tragzeit von 2 – 3 Jahren kommen zwei Ebenbilder der Eltern zur Welt. Sie sind dann bereits 45 – 50 mm lang und voll lebensfähig.
Ein gebärendes Weibchen kann im gleichen Jahr nicht mehr befruchtet werden.

