Ein “Echter Frosch” – der Grasfrosch (Rana temporaria)

Rana temporaria (Grasfrosch, auch Tau- oder Märzfrosch genannt) wird seit 1998 auf der Vorwarnliste der gefährdeten Arten geführt.
Mit freundlicher Genehmigung von “Aqua-Szene.de”.
Vielerlei Seltenes aus Flora und Fauna kann das geübte Auge im eigenen Land entdecken.
In diesem Fall kreuzte ein kleiner Grasfrosch (Rana temporaria) den Weg des Abenteurers. Mit kessen Sprüngen entkam er den Schuhsohlen, aber nicht der Kamera.
Etwas verwirrend ist die Systematik. Der Grasfrosch gehört zur Gattung der “Echten Frösche” (Rana) innerhalb der Familie der “Echten Frösche” (Ranidae).
“Och,” werden jetzt einige sagen, “die Frösche im Teich meines Nachbarn rauben mir oft meine kostbare Nachtruhe mit ihren Balzrufen.” oder “…da gibt es doch genug von der Sorte…”.
Weit gefehlt, denn Naturschützer beobachten seit mehr als einem Jahrzehnt den Rückgang der Populationen. Die Quaker vom Nachbarn sind nämlich Teichfrösche…
In verschiedenen Teilen Europas wurden in den letzten Jahren lokale und regionale Bestandsrückgänge festgestellt. Anstelle hunderter laichender Frösche in einem Gewässer wie früher, beobachtet man in intensiv bewirtschafteten Gegenden nur noch kleine Laichgesellschaften.

Teichfrösche (traditionell: Rana "esculenta") können ganz schön nerven. Das Gequake hat schon so mache gute Nachbarschaft beendet.

Stark gefährdet durch Lebensraumvernichtung und Verkehrstot. Die Wanderung vom Winterquartier zum Laichplatz ist voller Gefahren.
Der Paarungsruf der Männchen wird als dumpfes Knurren oder Brummen bezeichnet. Es ist relativ leise und wird durch zwei innere Schallblasen erzeugt.
Die Fortpflanzug erfolgt sehr konzentriert in wenigen Tagen, das wird “Explosiv-Laichen” genannt. Für das Fortpflanzungsgeschehen im Gewässer bevorzugen die Tiere vegetationsreiche und besonnte Uferabschnitte.
Die Eier werden in sogenannte Laichballen abgelegt und weisen 1.000 – 2.500 Eier auf.

Mit seiner maximalen Endgröße von 11 cm und seinem Tarnkleid ist der Grasfrosch nicht einfach zu entdecken.
Je nach Umgebungstemperatur schlüpfen die 6 – 9 Millimeter großen Larven nach wenigen Tagen oder auch erst nach 4 Wochen.
Die aquatische Entwicklung bis zur Metarmorphose zum Landtier dauert ca. zweieinhalb bis drei Monate.


