Achtung: Um die Videos sehen zu können, muss JavaScript aktiviert und der Adobe Flash Player installiert sein.
Hinweise und Tipps zur Freihaltung von Furcifer pardalis, dem Pantherchamäleon
Die Freihaltung ist bei Pantherchamäleons etwas problematisch. Aber sie ist möglich.

In einem 10 qm großem Jugendzimmer wird ein Päärchen Pantherchamäleons erfolreich gepflegt.

Diese freie Haltung der Tiere ist nur möglich, indem man die Rahmbedingungen des Zimmers den Lebensumständen der Pantherchamäleons anpasst.

Das größte Problem stellt die Zufuhr des Wasserbedarfes der Tiere dar.

Hier wurde eine einfache und interessante Lösung gefunden.

Das Video zeigt, wie es geht.

Das Panther-Chamäleon (Furcifer pardalis)

Beheimatet ist diese wunderbar gefärbte Art (zumindest das Männchen) in den feuchtwarmen, sonnigen Regenwald-Randregionen Madagaskars. Hier leben die Tiere in Bäumen, Gestrüpp und selbst Plantagen bieten ihnen ein Zuhause.

Das Panther-Chamäleon zählt – wie das eher trocken zu haltende Jemen-Chamäleon auch – innerhalb der Gruppe der Chamäleons zu den relativ einfach zu haltenden Arten. Die Tiere sind nicht wählerisch in der Nahrungsaufnahme. Die Futteransprüche können leicht mit Heuschrecken, Heimchen und anderen Futterinsekten zu gedeckt werden.

Das Mindestmaß eines Terrariums für ein Panther-Chamäleon berechnet sich nach der Formel Körperlänge in cm multipliziert mit den Faktoren 4 × 2,5 × 4. Für männliche Tiere, deren Größe mit bis zu 25 cm angegeben wird, bedeutet das, dass das Terrarium die Maße 100 × 62,5 × 100 cm (L x B x H) haben muss. Weibchen, deren maximale Länge mit etwa 15 cm angegeben wird, benötigen ein Terrarium von mindestens 60 × 37,5 × 60 cm. Panther-Chamäleons sollten, wegen der innerartlicher Aggression, einzeln in Terrarien gehalten werden.

Die Einrichtung ist mit Klettermöglichkeiten (es eignen sich lebende Pflanzen) auszustatten. Das Besprühen der Anlage sollte täglich morgens und abends erfolgen, da Chamäleons über das Tropfwasser ihren Wasserbedarf decken. Außerdem wird so die Luftfeuchtigkeit bei 50 % bis 80 % gehalten. Wann immer möglich, sollte versucht werden, die Tiere zusätzlich zu tränken.

Die tagaktiven Pantherchamäleons benötigen für ihr Wohlbefinden eine hohe Beleuchtungsintensität. Für das angegebene, größere Terrarium können z.B. zwei Lampen á 100 Watt zum Einsatz kommen, von denen die eine Wärme spendet und die andere die nötigen UV-Spektren abstrahlt. Die Temperatur darf lokal bis 40 °C erreichen. Im Mittel genügen Temperaturen von um die 30 °C, die nachts auf 20 °C abfallen dürfen.

Die Verpaarung ist schwierig, da der Erfolg von der Gunst des Weibchens abhängt. Nur wenn sie bereit ist, den Partner zu akzeptieren, kann eine erfolgreiche Paarung erfolgen. Dieses ist leichter geschrieben, als in der Realität umzusetzen, denn oft sind die Weibchen gegenüber dem Männchen überaus aggressiv. Wer seine Tiere in kleinen Terrarien pflegt, ist gut beraten, während des Verpaarungsversuchs die Tiere nicht aus den Augen zu lassen. Man erkennt schnell, ob das Weibchen willig ist oder eher kampfeslustig.

Führen Balz und Paarung zum Besamungs- und Befruchtungs-Erfolg, gräbt das Weibchen vier bis fünf Wochen später eine bis 15 cm Tiefe Mulde, in ein Gemisch aus feuchter Blumenerde und feinem Sand. In diese legt sie die Eier ab. Es werden bis zu 40 Eier produziert, die nach ihrem Vergraben von uns vorsichtig ausgebuddelt werden und in einem Brutschrank fortan bei rund 27 °C bebrütet werden. Nach sechs bis zwölf Monaten schlüpfen die Jungtiere.

Das Pantherchamäleon ist nach dem Washingtoner Artenschutzabkommen Anhang II geschützt. Als Halter benötigt man einen Herkunftsnachweis und ist verpflichtet die Tiere der unteren Naturschutz-Behörde zu melden.